845 High End Trioden Röhrenverstärker (Eigenbau!!)

Technische Daten:
Ausgangsleitung 65W RMS
Endröhren: 2x 845 High End Trioden
Schaltung: Class A Parallel Single Ended  
Treiberstufe: 6H6-n bzw. 6N6-p
Vorstufe. ECC82

 

Weitere Daten:
Anodenspannung: Endröhren: 1250V
Anodenspannung. Treiberstufe: 405V
Kathodenspannung. Treiberstufe: -190V
Treiberstufenschaltung: SRPP
Anodenspannung Vorstufe und Aussteuerungsanzeige:  250-300V
Anzeigeröhre: EM800 (Magisches Band)
Siebkapazität: Je Endröhre ca. 30.000uF für 10V
Siebkapazität Anoderspannung Endröhren: 220uF vor der Siebdrossel, 220uF danach
Siebdrossel: 6H 250mA
Gittervorspannung ca. –180V
Ausgangsübertrager: Ra=4Kohm
Lautsprecher-Anschlussimpendanz: 8 Ohm

 

Klangeigenschaften:
Weicher Triodenklang mit kräftigen Leistungsreserven. Durch Siebkette völlig brummfrei. Die Gegenkopplung wurde wegen dem schon niedrigen Verzerrungsverhalten der Trioden knapp gehalten. Durch den Monoblockaufbau keine Kanalbeeinflussung und gute Trennschärfe.


Weitere Aufbaudetails:
Gittervorspannungseinstellung für beide Endröhren getrennt möglich.
Symetrierung der Endröhren-Kathoden/-Heizungen durch je ein 47Ohm Potentiometer.
Die SRPP Schaltung wurde anstelle einer Zwischenübertragerschaltung verwendet. Zur Sicherheit wurde das Heizungspotential der Treibertriode wegen der unteren SRPP-Stufe auf ein negatives Potential gelegt.  
Bei dem Aufbau des Verstärkers sollte man auf ein gut isoliertes Anodenspannungskabel für die 845 achten (1200 Volt!!).

Zur Beschaffung der Verstärkerplatine: Die gesamte Schaltung wurde bis auf die Vor- und Treiberstufenplatine und der Netzteil-Elkoplatine auf Lötleisten frei verdrahtet. Die Platine mit der Vor-/Treiberstufe und Anzeigeröhre ließt ich mir von Herrn Ritter, Ritter Electronic Systems anfertigen. Ausgezeichnete Qualität.


Zur Beschaffung der Transformatoren: Herr Gerd Reinhöfer war sehr freundlich und hat mir bei der Zusammenstellung der Trafos geholfen und außerdem gute Tipps gegeben (Drosseln, Ausgangsübertrager).
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Ratschläge für den Nachbau eines Röhrenverstärkers:
Gehäuse sollte ausreichend Platz für die Kabel und Platinenbefestigung  bieten.
Bei der Heizung der Vor und Treiberstufen eine Heizung mit Gleichspannung bevorzugen.
Die Gegenkopplung sollte bei Triodenverstärkern leicht bis mäßig ausfallen, da die Trioden zu eher geringen Verzerrungen neigen.   
Sendetrioden - Röhrenverstärker sollten bei Gleichspannungsheizung der Endröhren eine Polungsumschaltung für die Röhrenheizung enthalten, um  die Lebensdauer der Kathoden zu steigern. 
Für die Anodenspannung der Endröhren ist es meines Erachtens empfehlenswert eine Röhrengleichrichtung zur langsam anlaufenden Anodenspannung zu installieren, auch wenn ich trotzdem in meinem Beispiel Halbleiterdioden in der Gleichrichterbrücke verwendet habe.
Bei Röhrengleichrichtung ist es notwendig, auf die vorgeschriebene Ladekapazität zu achten.
Die Kapazität der Ladeelkos darf den Tabellenwert bei Gleichrichterröhren nicht überschreiten. Von mir wurde ein Wert von ca. 15uF verwendet.
Die Ruhestromeinstellung sollte für eine längere Lebensdauer bei 80 – 90% des maximalen zul. Stromes angesetzt werden. In diesem Fall wurde bei der 845 ein Ruhestrom von 75mA eingestellt
 

Schaltbild 845 PSE Verstärkerteil:

Verstärker 845

Schaltbild anklicken für größere Darstellung !!

 

Schaltbild 845 PSE Netzteil:

Netztei 845

Schaltbild anklicken für größere Darstellung !!

 

 

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