KT88 High End Röhrenverstärker (Eigenbau!!)

Technische Daten:
Ausgangsleitung 400W RMS
Endröhren: 8x KT88 High End Trioden
Schaltung: Class AB Push Pull  
Treiberstufe: ECC82
Vorstufe. ECC83

 

Weitere Daten:
Anodenspannung: Endröhren: 590V
Anodenspannung. Treiberstufe: 405V

Anodenspannung Vorstufe und Aussteuerungsanzeige:  250-300V
Anzeigeröhre: EM800 (Magisches Band)
Siebkapazität Vor/-Treiberstufe ca. 4700uf
Siebkapazität Anoderspannung Endröhren: ca. 1000uf
Siebdrossel: 10H 900mA
Gittervorspannung ca. –80V
Ausgangsübertrager: Ra=1,25Kohm
Lautsprecher-Anschlussimpendanz: 2,4,8 Ohm

 

Klangeigenschaften:
Kräftigen Leistungsreserven. Die Gegenkopplung wurde wegen der benötigten hohen Verstärkung für die Lautsprecher knapp gehalten. Durch den Monoblockaufbau keine Kanalbeeinflussung und gute Trennschärfe.


Weitere Aufbaudetails:
Gittervorspannungseinstellung für die acht Endröhren getrennt möglich.
Symetrierung der Endröhren-Kathoden/-Heizungen durch je ein 47Ohm Potentiometer.

Zur Beschaffung der Transformatoren:
Herr Ritter (JRE-Electronics) war sehr freundlich und hat mir bei der Zusammenstellung der Trafos geholfen und außerdem gute Tipps gegeben (Drosseln, Ausgangsübertrager).
Die gesamte Schaltung wurde bis Netzteil-Elkoplatine auf einer Platine verdrahtet. Die Platinen können bei der Firma JRE-Electronics (Type V400) erworben werden.

Ratschläge für den Nachbau eines Röhrenverstärkers:
Gehäuse sollte ausreichend Platz für die Kabel und Platinenbefestigung  bieten.
Bei der Heizung der Vor und Treiberstufen eine Heizung mit Gleichspannung bevorzugen.
Die Gegenkopplung sollte bei Triodenverstärkern leicht bis mäßig ausfallen, da die Trioden zu eher geringen Verzerrungen neigen. Bei Pentodenverstärkern sollte eine mäßige Gegenkopplung eingestellt werden.

Der Netztransformator sollte nicht in unmittelbarer Nähe der Vors/-Treiberstufe und dem Lautstärkepotentiometer eingebaut werden.   
Sendetrioden - Röhrenverstärker sollten bei Gleichspannungsheizung der Endröhren eine Polungsumschaltung für die Röhrenheizung enthalten, um  die Lebensdauer der Kathoden zu steigern. 
Für die Anodenspannung der Endröhren ist es meines Erachtens empfehlenswert eine Röhrengleichrichtung zur langsam anlaufenden Anodenspannung zu installieren.
Bei Röhrengleichrichtung auf die vorgeschriebene Ladekapazität achten.
Die Ladekapazität darf den Tabellenwert bei Gleichrichterröhren nicht überschreiten. Von mir wurde in anderen Geräten ein Wert von ca. 15uf verwendet.
Die Ruhestromeinstellung sollte für eine längere Lebensdauer bei 80 – 90%des maximalen Dauerwertes angesetzt werden. In diesem Fall wurde bei der KT88 ein Ruhestrom von 43mA eingestellt.
 

 

 

Zurück zur Übersicht